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Bettina Würth - Eine selbstgemachte Unternehmerin

16.02.2021

Eine Frau an der Spitze eines Weltkonzerns, die ihren ganz eigenen Weg geht.

Bettina Würth portraitiert by Frank Blümler

Es ist ein bewegtes aber stets ganz authentisches Leben, auf das Frau Bettina Würth, die heute 59-jährige Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe, zurückblicken kann. Ein Leben einer ganz besonderen Frau, die stets ihrem eigenen Stil treu geblieben ist. Nach einem Schulabbruch kurz vor dem Abitur und einer Zeit der Suche nach dem für sie richtigen Weg fernab von ihrem Elternhaus, plante sie zunächst eine Ausbildung als Erzieherin. Da ihre idealistischen Ziele, ganz individuell auf die einzelnen Kinder eingehen zu können, der Starrheit der damaligen Strukturen in den Kindergärten jedoch komplett entgegen stand, entschied sie sich gegen diese Ausbildung und folgte dem Angebot ihres Vaters, eine Lehre als Industriekauffrau im familieneigenen Konzern zu machen. Keine leichte Aufgabe, denn obwohl sie keinerlei Vorzüge aufgrund ihrer Herkunft genoss, wurde sie vom Rest der Belegschaft stets als die „Tochter des Chefs“ beäugt. Eine Situation, die sie prägte und sie damals wie heute dazu brachte, „immer alles besonders gut“ machen zu wollen. 

Über die Jahre hinweg durchlief Frau Würth mehrere Stationen in der Firma und führte u.a. sehr erfolgreich neue Strukturen im Vertrieb ein. Im Jahr 2005 trat ihr Vater völlig überraschend mit der Frage an sie heran, ob sie sich vorstellen könne, seine Nachfolge im Beirat zu übernehmen. Damit wurde der Weg frei, neben ihren hervorragenden strategischen Qualitäten das Unternehmen auch nach ihren persönlichen Maximen zu formen, bei denen der Mitarbeiter als Mensch im Mittelpunkt steht und seine ungeahnten Fähigkeiten und individuellen Stärken zum Vorschein gebracht werden sollen.

Ein Thema, das Frau Würth schon seit jeher am Herzen liegt. „Wir brauchen“, so ist sich Frau Würth sicher,“ … Querdenker, Menschen mit Ecken und Kanten, die Eigeninitiative zeigen und Risiken eingehen“.

Dass soziales Engagement in der Familie Würth seit jeher eine bedeutende Rolle spielt, zeigt sich zudem in der im Jahre 1987 durch Herrn Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold und Carmen Würth gegründeten Stiftung zur Unterstützung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke. So fördert die Stiftung Würth seit vielen Jahren Projekte in den Bereichen Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung sowie Forschung und Wissenschaft, aber auch Projekte zur Integration von Flüchtlingen und Migranten.

Vor einigen Wochen durfte sich nun auch die Heidelberger Stiftung Chirurgie über eine großzügige Spende von Bettina Würth zugunsten der Kinderherzchirurgie freuen. Dank dieser finanziellen Unterstützung konnte bereits ein für zwei Jahre angesetztes wichtiges Projekt zur „Videodokumentation kinderherzchirurgischer Eingriffe und Operationstechniken“ in die Tat umgesetzt werden. Weitere wichtige Projekte zum Wohle der kleinen Patienten sind bereits in Planung. Auch im Namen der Kinderherzchirurgie möchte sich die Heidelberger Stiftung Chirurgie an dieser Stelle ganz herzlich für diese großzügige Unterstützung bedanken.

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