Von Birgit Trierweiler-Hauke
Aktivtische kommen bereits häufig in Senioreneinrichtungen zum Einsatz. Sie bieten rund 100 Anwendungen mit unterschiedlichen Themen und Schwierigkeitsgraden, die Patientinnen und Patienten dazu einladen, ihre kognitiven Fähigkeiten zu trainieren und ihre Bewegungsressourcen gezielt zu fördern. Die durch den Hersteller begleitete Einführung der Aktivtische im Krankenhaus ist deutschlandweit bislang einmalig.
Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig: Patientinnen und Patienten können puzzeln, rätseln, Sätze vervollständigen, Ballspiele spielen, malen, singen, Geräusche erkennen oder anhand von Bildern Unterschiede entdecken. Dank einer integrierten Klaviertastatur ist sogar Musizieren möglich.
Der Aktivtisch steht auf einem fahrbaren Gestell und kann sowohl im Sitzen als auch halbliegend im Bett genutzt werden. Seine einfache und intuitive Bedienung ermöglicht einen weitgehend unkomplizierten Einsatz. Die unterschiedlichen Anwendungen sind abwechslungsreich, spannend und mitunter knifflig – und machen vor allem Spaß. Gedächtnis, Koordinationsvermögen und alltagsnahe Bewegungsabläufe werden trainiert. Damit kann der Aktivtisch die frühzeitige Mobilisation fördern und Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, schrittweise wieder mehr Selbstständigkeit im Alltag zu gewinnen.
Auch individuelle Inhalte können für einzelne Patientinnen und Patienten aufgespielt werden, um beispielsweise ein eingeschränktes Erinnerungsvermögen mithilfe von Bildern oder Sprachaufzeichnungen gezielt zu fördern. Darüber hinaus ist Videotelefonie möglich: Über den großen 55-Zoll-Bildschirm lässt sich der Kontakt zu An- und Zugehörigen einfach und direkt pflegen.
Zweimal im Jahr werden kostenfrei neue Inhalte und Verbesserungen aufgespielt. In engem Austausch mit unseren Pflegefachkräften, Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie Ärztinnen und Ärzten prüfen und bewerten wir die Anwendungen. Gemeinsam mit den Produktentwicklern können so Erfahrungen aus dem Klinikalltag aufgenommen und neue Ideen weiterentwickelt werden. Eine Studie, die Fortschritte bei Aktivität und Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten untersucht, ist bereits in Planung.
Der Aktivtisch ist damit weit mehr als ein einfacher Beistelltisch. Er ist ein vielseitiges Hilfsmittel, das gezielt bei den Herausforderungen nach einer Operation unterstützen kann. Durch die Förderung von Mobilität, Selbstständigkeit und Aktivität kann er einen wertvollen Beitrag im postoperativen Klinikalltag leisten.
Gerade in einer Zeit, in der Patientenzentrierung, Effizienz und Qualität gleichermaßen wichtig sind, zeigt sich: Der Aktivtisch ist eine vergleichsweise einfache Lösung mit großer Wirkung.
Dieser Beitrag erschien in „Wir Stifter – Das Magazin“, 2. Ausgabe 2026.