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Investition in die Forschung – Investition in die Zukunft

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird ab dem Jahr 2030 die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache der westlichen Welt darstellen. Über 100.000 Patienten erkranken pro Jahr in Europa.

 

Leider wird der Krebs erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert und nur 15% der Fälle können operativ angegangen werden. Seit langer Zeit ist bekannt, dass bei etwa der Hälfte der Patienten mit einem Bauchspeicheldrüsenkrebs in den Monaten vor der Krebsdiagnose ein Diabetes mellitus neu diagnostiziert wurde. Studien zeigen, dass das Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, bei Patienten über 50 Jahren mit einem neu diagnostizierten Diabetes mellitus um ein Vielfaches erhöht ist.

Das Ziel eines durch Heidelberger Chirurgen gestarteten Forschungsprojektes ist es einen Biomarker zur Früherkennung des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu entwickeln. Dank dem großartigen Engagement von Herrn Hans-Jürgen Riegel konnte mit dieser Studie nun begonnen werden. Herr Riegel weiß um die Wichtigkeit der Unterstützung medizinischer Projekte. "Je mehr man heute in die Forschung investiert, desto größer ist künftig die Chance, auf noch bessere Behandlungsmethoden zurückgreifen zu können, von denen die Patienten profitieren können", so Herr Riegel. Er selbst hat 2013 aus sehr bewegenden persönlichen Gründen die Stiftung lichterzellen gegründet. "Ich möchte von dem großen Glück, das wir erfahren haben, wieder etwas zurückgeben und anderen Betroffenen helfen", gibt Hans-Jürgen Riegel als Grund an.

Gemeinsam mit seiner Tochter Melanie, Sohn Hans-Michael und Ehefrau Dorett möchte er die Erforschung der seltenen Krankheiten PNH (Paroxysmale Nächtliche Hämoglobinurie) und AA (Aplastische Anämie) unterstützen. Seine Tochter Melanie war im Sommer 2011 an der seltenen Krankheit, von der in Deutschland rund 1.000 bis 1.500 Patienten betroffen sind, erkrankt. "Mir war aufgefallen, dass meine sonst so lebenslustige und fröhliche Tochter, immer blasser wurde", erinnert sich Hans-Jürgen Riegel. "Sie konnte kaum noch Treppen steigen und fühlte sich unendlich schlapp, obwohl man ihr äußerlich nichts ansah", so Herr Riegel weiter. In der Klinik kam schließlich die Schockdiagnose: Sie litt an PNH, einer äußerst seltenen Erkrankung der blutbildenden Stammzellen, bei der die roten Blutzellen durch das eigene Immunsystem angegriffen und zerstört werden.

Nachdem ihr Bruder Hans-Michael als Spender in Frage kam, fasste man den Entschluss eine Knochenmark-Transplantation durchzuführen. Für die ganze Familie war das eine äußerst schwere und belastende Zeit. Erst nach 22 Tagen stand fest, dass die Transplantation erfolgreich war. Seitdem ist die 26-jährige wieder völlig gesund. So komplikationslos wie in diesem Fall verläuft die Krankheit nicht immer. Das ist der Idealfall und vielleicht auch dem Grund zu verdanken, dass die Krankheit relativ früh entdeckt wurde. Ihrem Leben haben die Riegels seitdem einen zusätzlichen Sinn gegeben und die Stiftung lichterzellen gegründet: "Wir wollen anderen Patienten, die an dieser seltenen Blutkrankheit leiden, unterstützen und auch Ärzte über die Krankheit informieren, sodass die Diagnose schneller gestellt werden kann und den Patienten mit der richtigen Therapie ein langer Leidensweg erspart bleibt", so Riegel. "Damit wir die wichtigen Projekte durchführen können, sind wir aber auch auf Spenden angewiesen. Jede noch so kleine und natürlich auch große Spende hilft uns ein Stück weiter.

Aufgrund des seltenen Auftretens steht die Erforschung der PNH aktuell nicht im Fokus von Wissenschaft und pharmazeutischer Industrie. Mit der Stiftung lichterzellen möchte er die Erforschung, Diagnose und Behandlung von PNH und Aplastischen Syndromen verbessern sowie betroffene Patienten und ihre Angehörige unterstützen und die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und bei Medizinern erhöhen. "Wer weiß, vielleicht gelingt es uns ja durch unsere Forschung künftig neue Therapieansätze für die Krankheiten zu finden", so Hans-Jürgen Riegel. Eine eigens initiierte Webseite bietet zahlreiche Informationen rund um die Krankheiten und informiert unter www.lichterzellen.de zu laufenden Projekten.